Bundesregierung benachteiligt Trainerinnen und Trainer im Behindertensport

„Für mich sind die unterschiedlichen Prämierungen von Trainerinnen und Trainern erfolgreicher Sportlerinnen und Sportler bei olympischen und paralympischen Spielen durch die Bundesregierung nicht nachvollziehbar und ein klarer Fall von Diskriminierung. Ich fordere daher den Bundesinnen- und sportminister Thomas de Maiziere (CDU) auf, seine Förderrichtlinien umgehend und rückwirkend für die Spiele in Rio zu korrigieren“, erklärt Dr. André Hahn, sportpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE zur Antwort der Bundesregierung auf seine Anfrage zur Prämierung erfolgreicher Trainerinnen und Trainer durch den Bund.
André Hahn weiter: „Für eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen zahlt der Bund bis zu 40.000 Euro, bei den Paralympischen Spielen nur bis zu 13.000 Euro und für erfolgreiche Trainer*innen bei den Deaflympics sowie den Special Olympics gar nichts. Obwohl die deutsche Mannschaft bei den Paralympics mehr Medaillen erkämpfte, als bei den Olympischen Spielen, stellte der Bund für die Trainer*innen sowie das Servicepersonal der Paralympics zusammen lediglich 504.000 Euro zur Verfügung, für das Olympiateam wurden dagegen 998.500 Euro ausgereicht. Dies ist genauso wenig akzeptabel, wie die über viele Jahre praktizierte unterschiedliche Prämierung von behinderten und nichtbehinderten Sportler*innen durch die Deutsche Sporthilfe. Es war ein langer und harter Kampf, bis nach deutlicher Kritik, auch von den LINKEN, 2014 erstmals endlich gleiche Prämien gezahlt wurden.“