LINKE freut sich über Vergabe der Weltspiele der Special Olympics 2023 an Berlin

Zur gestrigen Entscheidung von Special Olympics International, die Weltspiele von Menschen mit geistigen und kognitiven Behinderungen 2023 nach Berlin zu vergeben, erklärt Dr. André Hahn, stellv. Fraktionsvorsitzender und sportpolitischer Sprecher der LINKEN im Bundestag:

„DIE LINKE und ich auch ganz persönlich freuen uns sehr, dass die Weltspiele der Special Olympics 2023 in Berlin stattfinden werden. 14 Sommer- und 11 Winterspiele wurden seit 1968 ausgerichtet, nun wird erstmalig die Bundesrepublik Deutschland Gastgeber sein. Mit der Bewerbung bzw. deren Unterstützung haben sich der organisierte Sport, der Bundestag und die Bundesregierung sowie die Stadt Berlin klar für das Recht von Menschen mit geistigen bzw. kognitiven Behinderungen auf volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention – und der Sport gehört nun mal dazu – bekannt. Und es ist auch eine Anerkennung für Special Olympics Deutschland mit seinen 1.110 Mitgliedsorganisationen, mit den 40.000 Athletinnen und Athleten, den vielen Trainern, Betreuern, Volunteers, den Familienmitgliedern und anderen ehrenamtlichen Helfern sowie den seit vielen Jahren treuen Sponsoren für die geleistete Arbeit.

Unstrittig ist aber auch, dass wir auf diesem Gebiet noch eine Menge zu tun haben: Laut Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen sind 81 Prozent der Menschen ohne Behinderungen in der Altersgruppe 18 bis 29 Jahre sportlich aktiv. Bei Menschen mit Behinderungen sind es nur 33 Prozent und bei Menschen mit geistiger Behinderung sogar nur ca. 6 bis 7 Prozent. Das hat kaum etwas mit der Einstellung der einzelnen Personen zu Sport zu tun, sondern vor allem mit den bestehenden Rahmenbedingungen. Die Special Olympics 2023 in Berlin werden hier hoffentlich helfen, ein gesellschaftliches Umdenken zu beschleunigen!”